Haben Sie auch interessante Geschichten mit Ihrenen Oldtimer gemacht? Dan schreiben Sie uns, wir veröffentlichen dann Ihre Geschichten!
Eine schöne Geschichte:
Letzten Freitag gleich nach der Arbeit machte ich mich mit
einem Arbeitskollegen von Berlin aus auf den Weg Richtung Stuttgart, fest
entschlossen in einem Magirus Rundhauber zurück nach Berlin zu kommen. Vom
Zustand des Brummers hatte ich nur vage Vorstellungen. Batterien, Werkzeug,
Kurzzeitkennzeichen und allerlei Nützliches zum Schrauben waren im Kofferraum
von unserem alten Golf dabei. Um 21:00 Uhr waren wir am Objekt der Begierde in Bietigheim-Bissingen
bei Thomas. Der Mercur 125 stand auf einem Platz im Industriegebiet zwischen
unzähligen Ford Capris, seine Silhouette zeichnet sich schwach im Dunkeln ab.
Thomas, den ich vorher nur von E-Mails und von den Telefonaten her kannte, kam
auch bald hinzu und schloss das Tor auf.
Den dicken Feuerwehr Oldie sah ich nun zum ersten Mal in
Natura und er gefiel mir gleich sehr gut. Es stellte sich heraus, dass er in
den E-Mails von Thomas sehr ehrlich beschrieben wurde. Obwohl er mir
ursprünglich zum Schlachten angeboten wurde, hielt ich ihn nach seiner
Besichtigung umso mehr in der Lage, die Überführungsfahrt durchzuhalten. Vier
Jahre sei er nicht bewegt worden und stand draußen. Unter der Motorhaube gab es
zwei Vogelnester zu bestaunen. Eins unter dem Dieselfilter auf dem Auffangblech,
das andere hinter dem Luftpresser. Ein absolut katzensicheres Plätzchen mit
einer schöne Aussicht direkt hinter dem Gitter der Motorhaube – da sind
sicherlich glückliche Vögel aufgewachsen.
Doch weiter zur Wiederbelebung:
Trotz der vorangeschrittenen Uhrzeit ließ ich mich nicht
davon abbringen, den Deutz sofort startklar zu machen – eigentlich ein gewagtes
Vorhaben.
Wie vorher beschrieben, war die hydraulische
Kupplungsbetätigung nicht in Ordnung. Mit den mitgebrachten Teilen sollte der
Defekt behoben werden. Der alte Nehmerzylinder war weit herausgefahren und
festgeklemmt. Mit einer Eisensäge bearbeitete ich den Druckbolzen, bis der
Kupplungsarm zurück schoss. Die Reparatur in fast völliger Dunkelheit verlief
zwar zäh bis anstrengend, doch glückte sie schließlich. Erschwerend war, dass
im Schwabenland nachts gerne die Laternen ausgeschaltet werden – die wissen,
wie man spart. :-)
Mit neuen Batterien unter dem
Sitz kam dann der spannende Moment, ob sich das Wunderwerk in Gang setzen
lässt. Nach einer erstaunlich kurzen Startprozedur lief der Motor tadellos. Der
Wagen bremste mitsamt Druckluftunterstützung und die Elektrik ging auch
einigermaßen. Kennzeichen rangeklemmt und raus damit auf die Straße.
Da waren auf einmal so viele
Schalthebel, eine riesige Haube und vor Allem das enge Tor (wo er bestimmt
zweimal durchgepasst hätte) – alles Dinge, mit denen ich als absolut
unerfahrener Deutzfahrer konfrontiert war.
Die ersten Meter waren
geschafft, ufff. Erst einmal die schwarzen Hände und vor allem das Gesicht
waschen. Nun verabschiedeten wir uns vom Thomas, der ja tapfer gemeinsam
mit uns bis in die tiefste Nacht mit dabei war.
Obwohl es nun schon 2:00 Uhr
war, hatten wir den kühnen Plan, die Dunkelheit zu nutzen und das etwas
auffällige Gefährt zu den Eltern meines Kollegen in die Nähe von Würzburg zu
fahren. Ich hatte ein euphorisches und zugleich etwas ungutes Gefühl. Dabei
dachte ich an eine Situation in dem Film „Das Boot“, wie Johann der Maschinist
erschöpft an seinem laufenden Dieselmotor eingeschlafen ist. Ich im Deutz war fast
genauso erschöpft.
Doch Kaum waren wir ein Stück gefahren, verlor der Magirus
an Leistung. Wir wollten gerade auf die Autobahn. Mit dem letzten Schwung
runter von der Landstraße auf die Auffahrt einer Autobahnmeisterei. Ich tippte
auf Luft im Dieselsystem und fing an zu pumpen und zu entlüften. Das brachte
auch erst mal den ersehnten Erfolg – weiterfahren aber erste einmal auf der
Landstraße.
Ein paar Ecken weiter ging es wieder los. Zu allem Unglück
bremste das gute Stück nun auch permanent. Ich bekam aber raus, dass sich die
Bremsen nach einer Weile wieder von selbst lösten und vor allem auch abkühlten,
wenn man nur lange genug wartete - also nicht unnötig bremsen. Es gibt ja auch noch
Hand- und Motorbremse. Ach ja, wie geht das noch bei einem unsynchronisierten
Getriebe? Ich war ganz schön am Rudern, um irgendwie voran zu kommen.
Motor aus, mit dem letzten Schwung rolle ich einen Bordstein
hoch und stehe auf dem Radweg neben einer Landstraße. Wieder Pumpen und einen
Haufen Luft ablassen. Da muss ich wohl ein wenig basteln. Ein nahes
Industriegebiet bot ein schönes Plätzchen mit eingeschalteten(!!) Laternen. Ich
wechselte den brüchigen Diesel-Saugschlauch (etwa beim unteren Vogelnest
gelegen), wo offensichtlich Luft angesaugt wurde.
Leider verkürzten sich die Intervalle weiterhin, in denen
der Motor noch einigermaßen lief. Bei der Suche nach einer Tankstelle fuhren
wir eine Weile hilflos im Kreis herum – wie viel Diesel noch im Tank war, ließ
sich nicht abschätzen. Die Schwaben machen offenbar auch nachts die Tankstellen
dicht grummelte ich.
Nun standen wir im absoluten Haltverbot in einer
Wohnsiedlung, der Motor war bei Vollgas kaum mehr am Drehen. "Mach bloß
den Motor aus, sonst wachen hier alle auf."
Mein Kollege, der mir mit dem Auto hinterher fuhr, machte
eine zufällige Beobachtung: "Du, da tropft es unter dem Motor! Schau mal,
ob es Öl ist." Ich schaute und sah mit reichlich Unbehagen einen Ölfleck
und einen kräftig beschmadderten Motor im Bereich der Kupplungsglocke. Einen
kurzen Moment dachte ich, dass wir den Deutzbrocken mit defektem
Wellendichtring an der Kurbelwelle, ständig muckendem Motor und noch immer
leerem Tank nie bis nach Berlin kriegen können. Nach den Strapazen waren wir
beide sowieso ziemlich mit den Nerven runter. Erst einmal Luft holen war
angesagt und nur nicht weiter an die Schwierigkeiten denken. Eine genauere
Inspektion verriet, dass nur die Druckleitung zum Ölmanometer oben am Motor
kleckerte. Das Öl lief auf beiden Seiten an der Kupplungsglocke herunter, bis
sich die Rinnsale unten wieder vereinten. Schnell ein Verschlussstopfen
gebastelt und die kleine Ölhavarie war behoben.
Wieder Pumpen und ein wenig Luft ablassen und weiter. Ganze
200 Meter kamen wir weg. Mein kleines Taschenlämpchen suchte ich nun vergebens.
Es war beim letzten Stop irgendwie abhanden gekommen – also im Dunkeln
weiterfummeln.
Das Pumpen an der Dieselpumpe fühlte sich ungefähr so an,
als ob man eine Fahrradpumpe vorne zuhält – pumpen tat sie jedenfalls nicht. Das
Rohrgebilde schien irgendwie verstopft zu sein. In halber Dunkelheit entdeckte
ich einen weiteren Diesel-Vorfilter mit Glashäubchen in der Nähe des nachträglich,
an der Seite angebrachten Tanks. Das sah trotz Dunkelheit ziemlich trüb aus.
Beim Öffnen bekleckerte ich mich reichlich mit Diesel. Das Trittbrett kam auch
nicht zu kurz. Mit dem Finger langte ich in das Glashäubchen, rührte den Bodensatz
um und zog voller Erstaunen eine Zigarettenkippe heraus. Der Zusammenbau glückte
in umgekehrter Reihenfolge und das Resultat zeigte sich beim Betätigen der
Handpumpe. Sie förderte nun wieder fleißig.
Das war ein unbeschreibliches Glücksgefühl, als der Motor
wieder kraftvoll brummte!!! Allerdings war es nur möglich durch die
Unterstützung von meinem Kollegen, der zwar kein geübter Schrauber war, aber
trotz aller Schwierigkeiten eine unheimliche Sicherheit und Ruhe ausstrahlte.
Wäre Alles schief gegangen, wären wir mit seinem Auto erst einmal weiter
gekommen.
Ab da an entfaltete der Motor wohlwollend seine kraft und
brummte zufrieden. Das Brummen wurde unterwegs sogar noch ein wenig lauter, als
der mit Blechdose reparierte Krümmer wieder schön ins Freie ballerte. Ein
brachialer Sound, besonders bei Vollgas.
Etwa um 8 Uhr morgens kamen wir am ersehnten Ort der Eltern meines
Kollegen an. Liebevolle Bewirtung, ein reinigendes Duschbad, etwas Schlaf und
ein Spaziergang in idyllischer Gegend machten mich wieder fit. Im Dörfchen ging
die Neuigkeit von dem seltsamen Auto mit Berliner Kennzeichen herum wie ein
Lauffeuer.
Mein Kollege wollte etwas später losfahren. Da er mich mit
meinen 78 km/h ja sowieso einholen sollte, sprach ja auch nichts dagegen. Vollen
Mutes machte ich mich kurz vor 16 Uhr auf den Weg über viele kleine Orte
Richtung Autobahn. Wegbeschreibung und Telefonnummern (falls etwas passiert)
auf einem Zettel lag neben mir. Was soll da noch passieren...
Was ist denn das für ein Wind hier - herrjeh, die
Beifahrertür ist in einer Linkskurve aufgesprungen! Da hat ein neugieriger
Dörfler wohl die Beifahrertür geöffnet und nicht richtig wieder zu bekommen.
Die Tür musste nur wieder geschlossen werden, zum Glück ist nichts weiter
passiert. Dabei habe ich nicht bemerkt, dass der besagte Zettel über Bord
gegangen war. Ohne Wegbeschreibung und "nützliche" Telefonnummern auf
nach Berlin - wenn das mal gut geht.
Es ging aber gut. Der Mond beleuchtete schön den Weg und
keine Regentropfen mussten von den zerschlissenen Scheibenwischern verschmiert
werden.
Ankunft um 1 Uhr nachts. Noch als letzte Hürde das ungewohnt
große Gefährt in unserer „engen“ Straße am Wohnmobil des Nachbarn vorbei
quetschen und nach dem Parken den Motor abwürgen (ich wusste lange nicht, wie
man ihn ordentlich abstellt) - geschafft! + +
Den Magirus habe ich mir glaube ich redlich verdient. Nun
steht er gemeinsam mit einem weiteren ziemlich pflegebedürftigen Mercur
Tanklöschfahrzeug beim Bauern. Da habe ich für die nächsten Jahre zu tun.
Hilferuf!
Alter Magirus muss aus Halle raus - Verschrottung droht. Es handelt sich um
einen ehemaligen Magirus Merkur Kipper mit 12,5 t der Stadt
Lübbecke vom Bauhof.
LKW rausholen - Auflieger startklar machen - vorher noch eben SP und HU beim
netten Prüfer der Dekra machen und los geht die Reise. Mit schnell Aufladen ist
heute nicht der Tag, Bremse fest nichts geht. Großen Trecker vom Kumpel holen
und irgendwie herausziehen.
Endlich im Freien, nächstes Problem - aufladen rauf schieben - einfacher gesagt
wie getan.
Nach zwei Stunden, der Magirus ist verladen. Verschwitzt und mit einen Lächeln
verlassen wir Westfalen Richtung Heimat. Zu Hause angekommen - gr. Trecker
holen und runter ziehen.
Endlich Wochenende, Magirus grundlegend reinigen (wie es aussieht, hatten mehrere
Generationen von Mäusen ein Magirushaus gehabt. Alle Filter gewechselt, Diesel
aufgefüllt, nachgesehen ob die Pumpe ok ist und Batterien angeklemmt. Vorsichtig
auf den Anlasser gedrückt und mit Unterstützung von Startpilot ist der Magirus
dann tatsächlich nach vierzehn Jahren angesprungen. Die Räder blockieren immer
noch also ran an die Sache und Räder gangbar gemacht. Fahren - Gang einlegen? Nein,
die Kupplung klebt – so ein Mist.
Gegen Abend - die Kupplung arbeitet und wir drehen die erste Runde übern Hof.
Leider muss die Bremse komplett auseinander - an den nächsten
Wochenenden gibt es viel Arbeit.
Leider fehlt der Kran - wenn jemand noch einen Kran hat, dann bitte
einmal melden.
Viele Grüsse aus Olddeutzland
Hallo Hermann,
(vom 11.12.2008) nun endlich ist der dritte Teil der TÜV - Geschichte geschrieben.
Wir wissen nicht, ob der TÜV Nord den zweiten Teil auf unserer
Vereinsseite gelesen hat. Wir erinnern daran, dass wir einen Aufruf darin enthalten hatten, dass, wenn sich ein TÜV Mensch dazu berufen fühlt unsere Emma
abzunehmen, er sich bei uns melden sollte, damit Emma wieder die Landstr.
schnuppern kann.
Nun denn, gemeldet hat sich bei uns keiner, aber wir sind am letzten Montag dennoch zum TÜV. Ein junger TÜV Mensch begrüßte uns freundlich, fast zu freundlich. Wir sollten, wie auch nicht anders zu erwarten, noch warten, würden dann in die Halle hereingerufen.
Also wie schon bekannt, Geduld zeigen, lächeln usw......Nach 15 Min. kam ein älterer TÜV Mensch auf uns zu, setzte sich
ohne groß zu fragen hinter das Lenkrad von Emma und machte eine Probefahrt auf
dem Gelände. Er bewegte unsere 53 Jahre alte Emma wie einen SLK, ganz schön
flott......!!!!??? Anschließend ging es in die Halle, Mängelbericht zur Hand und von
nun an ging es flott zu, genauso flott, wie er mit Emma umgegangen ist, war die
Nachuntersuchung. Es war eine nette Unterhaltung zwischen uns, ein wenig lachen, nett
sein und dann ins Büro. Er, der TÜV Mensch setzte sich an den PC und schrieb, Fragen
unsererseits blieben fast unbeantwortet, er konzentrierte sich und nach einer
halben Stunde hatten wir das Ergebnis in unseren Händen..............
EIN GUTACHTEN NACH § 23
STVZO......
ES WAR GESCHAFFT; UNSERE EMMA ERHÄLT EIN H - KENNZEICHEN!!!!
Wir freuten uns total, bedanken uns bei dem netten, aber auch
ehrlichen TÜV - Menschen und fuhren mit der Emma sofort zum Anmelden.
Heute hat Emma schon ein paar Tage das H - Kennzeichen und wir
glauben das es ihr gut geht. Naja, ehrlich gesagt, geht es uns besser, denn die Sorgen mit dem
TÜV hatten uns schon fast aufgefressen.
Nun hat Emma schon Ihre erste neue Dienstfahrt, ein paar
Pflastersteine für ihre Garage, erledigt und super gemeistert.
Sie hat nun über 10 Jahre in der Scheune gestanden und wurde von
uns zum neuen Leben erweckt. Wir würden uns freuen wenn Sie uns noch lange
Jahre in unserem Leben begleiten würde, die nötige Pflege lassen wir ihr gern
zukommen. Außerdem möchten wir uns bei allen die uns mit Rat und Tat
geholfen haben recht herzlich bedanken, insbesondere möchte ich Hermann, Daniel
und Detlef nennen.
Vielen Dank von Farina und Charly, die EMMADRIVER
PS: Dem TÜV bzw. den anderen technischen Überwachungsvereinen, danken
wir nicht, es gibt dort zwar Menschen...........aber Sie bleiben TÜV MENSCHEN,
wenigsten für uns ( mit einem Zwinkern im Auge)
Hallo Hermann,
(vom 3.12.2008) wie Du es schon erahnen kannst, die Geschichte mit dem TÜV geht in
die 3. Runde.Die 2. Runde haben wir heute hinter uns gebracht.....
Gegen 13 Uhr hatten wir einen Termin beim TÜV, zur
Nachuntersuchung, oder wie man diese Veranstaltung auch nennen möchte.
Denn ganzen Vormittag bin ich um unseren Magirus, den wir liebevoll
"Emma" getauft haben, herumgeschlichen. Hier ein wenig nachgesehen,
dort eine Schraube nachgezogen, eben Kleinigkeiten gemacht, um Ruhig zu
bleiben.
Kurz vor 13 Uhr ging es los, zu unserem Landmaschinenhändler, der
jeden Mittwoch einen vom TÜV da hat.
"Der heute kommt ist gut, Kleinigkeiten sieht er
nicht, dass packen wir schon" sagte mir der Chef der Werkstatt.
Na ja, ich hatte gemischte Gefühle, denn bei einem Fahrzeug von
1955 kann man immer etwas finden, man muss nur suchen.
Wir waren pünktlich mit unserer Emma in der Werkstatt,
aber..............wie sollte es auch sein, der TÜV kam zu spät.
Schon wie er aus seinem Mercedes ausstieg hatte ich ein blödes
Gefühl und es sollte sich in einigen Minuten auch bewahrheiten.
Als erstes erklärte er mir, dass er in dieser Werkstatt eigentlich
nur Schlepper und landwirtschaftliche Geräte abnehmen würde, Emma sei ein Nutzfahrzeug und müsste auch in einer Werkstatt für
Nutzfahrzeuge abgenommen werden (sind Schlepper nicht auch Nutzfahrzeuge). Aber ansehen wollte er sich schon die Emma, was denn eigentlich
noch zu prüfen wäre.
Ich gab Ihm den Bericht der ersten Untersuchung und los ging es. Im größten Schneetreiben wollte er dann die Fahrgestellnummer
sehen, ich zeigte Ihm das Schild von Magirus am vorderen Querträger. Das
wäre nicht genug, sie müsste auch noch irgendwo eingeschlagen sein, Gezeigt,
gesehen abgehakt. Die Undichdichtigkeiten in der Fahrerkabine, was damit sei, es gab
keine mehr, denn ich hatte sie ja beseitigt. OK Motornummer, wurde ihm gezeigt, OK Das Handbremsseil, ich hatte Federn installiert, das Gestänge geölt
und sauber gemacht, das Seil nachgestellt.....OK Seitenscheiben........... gezeigt, ausprobiert und als OK bewertet.
Ach, was war denn mit der Beleuchtung, Abblendlicht an, Fernlicht
an............ Was denn, rief er, beim Fernlicht brennen ja beide Glühfäden in der
Birne. Falsch geschaltet, Untersuchung beendet, keinen Stempel, keinen Bericht,
keine Gebühren, keinen Handschlag, kein Moin Moin, Papiere in die Hand gedrückt
und weg war er zum ersten Schlepper. Ich dachte ich wäre auf dem Mond, 14 Tage an der Emma
gearbeitet, in der Kälte, und der liebe TÜV - Mensch lässt mich nach Hause ohne
Abnahme fahren wegen einem Fehler in der Schaltung des Abblend- und
Fernlichtes.
Fünf Minuten habe ich draußen im Schneetreiben gestanden und mich
erst beruhigen müssen, dann bin ich hinter Ihm her und gefragt ob das ein Grund
sei, die Untersuchung abzubrechen. "Für mich schon" sagte er und ich sah Ihn an als wenn er
vom Mond gekommen wäre. Wir hatten keine Chance mehr mit Ihm zu reden und zu verhandeln, er
winkte nur noch ab. Mit langen Gesichtern und einer nicht kleinen Wut im Bauch
wieder nach Haus zurück, dort erst einmal in der Garage und ordentlich Luft
abgelassen....... So in der Art wie unsere Emma, wenn der Luftdruckkessel
abbläst.
Nun sitze ich wieder in der Emma und messe die komplette
Verkabelung nach, irgendwo sitzt der Wurm drin, doch wo nur.
Ich habe die Beanstandung des TÜV - Menschen erst nicht verstanden,
doch jetzt nachdem ich den Scheinwerfer auseinandergebaut hatte, konnte auch
ich als Laie erkennen, das wirklich bei Abblendlicht und Fernlicht beide
Glühfäden in der Birne glühen, einmal der eine etwas stärker mal der
andere, je nachdem welches Licht eingestellt ist.
Der TÜV hatte recht, doch ich verstehe nicht, warum er uns die
ersehnte Plakette verweigert hat, alles andere war OK.
Eines ist mir klar geworden, beim TÜV arbeiten nur Herrgötter, aber
nicht nur beim TÜV, denn der von heute war nicht vom TÜV, nein er war von der Dekra,
dass habe ich dann später erfahren.
Für mich alles TÜV, denn die Aufgabenstellung ist gleich.
Was sollen wir nun machen, eine Beschwerde......, damit
schneiden wir uns ins eigenen Fleisch.....oder!?
Also in der nächsten Woche noch einmal hin und hoffen das es einen
Prüfer gibt, der solche Fahrzeuge leiden kann und nicht nur als lästige Arbeit
ansieht wofür er aber ja auch noch gut bezahlt wird.
Der TÜV, DEKRA und alle anderen technischen Überwachungsvereine
(man stelle sich vor, VEREINE......) werben damit, dass unsere Oldies bei Ihnen
in guten Händen sind, doch nach meiner Meinung werden die Oldies dort zum Teil
als Schrott, als lästig, behandelt und wir, die diese Oldies lieben, wir sind
nichts anderes als die Dummen die sich solch ein Hobby, also solch einen
Schrott anschaffen. Gibt es auch anständige Mitarbeiten bei den obengenannten
Organisationen? Hier im hohen Norden wohl eher nicht. Sollte sich einer angesprochen fühlen, ist er entweder auch so oder
meldet sich bei uns, um uns, der Emma, zu helfen, denn Sie möchte mal gern
wieder auf die Landstraße, dass ist ihr zu Hause, die Garage ist für sie nur
eine Schlafstätte.
So nun ist der heutige Tag zu Ende, der Frust sitzt in mir und wird
mir die Nacht versauen. Morgen geht's weiter, Fehlersuche, wieder einmal alles
nachsehen, um dann in der kommenden Woche wieder neuen Frust oder vielleicht
auch Freude zu erleben.
Viele luftgekühtle Grüße aus dem Norden
Hallo Hermann,
(vom 23.11.2008)
Wir haben den Weg zum Tüv gewagt und unseren Magirus dort
vorgeführt,
wir hatten uns von einem Boschdienst die roten Kennzeichen geliehen
und sind dann in diesem Boschdienst auch zur TÜV-Untersuchung gefahren, man
hatte uns gesagt, dass es dort am Besten sei. Nun denn, der TÜV Mensch hörte
von unserem Anliegen und winkte nachdem er Emma gesehen hatte ab und teilte uns
mit, dass er von solchen Fahrzeugen keine Ahnung hätte, er somit die Abnahme
nicht machen könnte, wir sollten zur Hauptstelle fahren. Also ab zur
Hauptselle. Dort angekommen wurden wir erst einmal vertröstet, es sei
Mittagspause, ne halbe Stunde lang, also warten.Nachdem sich dann der neue TÜV Mensch sich aufgerafft hatte,
durften wir gnädiger Weise in die Halle fahren. Und nun ging es los:
Licht an, Abblendlicht - Fernlicht..........wie Fernlicht, ne das ist Abblendlicht hieß es, obwohl ich das
Fernlicht anhatte, wollte er mir das nicht glauben, also der erste Mangel, fing
ja gut an....
Es ging aber noch weiter, die andere Beleuchtung war ok. Nun auf
dem Bremsenprüfstand....oh je, ich wurde nervös, als Laie die Bremsen gemacht,
wie das wohl ausgeht.Ich sollte auf dem Prüfstand das Fenster herunterkurbeln, es klemmt
natürlich und schon hatten wir den 2. Mangel.
Um es kurz zu machen, die Bremsen waren ok und erledigt. Puh ein
Stein fiel mir vom Herzen....
Dann weiter, Du Motorhaube auf, wo ist die Motornummer, nicht
gefunden ich hatte es vergessen. Fahrgestellnummer, keine gefunden, ist das
Fahrzeug etwa geklaut....sagte der Prüfer, ich hätte ihm wohl
eine...., na Du weißt schon, lol, 3. Mangel
Besichtigung der Fahrerkabine, oh, da sind ja Löcher im Bodenblech,
da fehlen ja Abdeckungen und Dichtungen, am Schaltheben einen falschen
Faltenbalg...usw.4. Mangel
Nun kam die Grube, mein Herz raste, dachte nur ans Öl,hoffentlich ist Emma dicht....Unterm Fahrzeug hat der Prüfer das Öl nicht zur Kenntnis genommen,
dafür aber die Handbremsseile und das Gestänge. alles viel zu schwergängig,
gängig machen.....5. Mangel
Dann wurden die Radlager getestet, ich konnte mir ein Grinsen nicht
verkneifen, mit der Brechstange wollte er unbedingt die Radlager zu stöhnen
bringen, keine Chance, die sitzen fest und gut, er kam dabei ans schwitzen. Dann
die Lenkung, aufgebockt und der Spruch, na ja die wird schwer gehen, oh was war
das, mit zwei Finger konnte er den vollen Lenkeinschlag vollziehen ohne
Probleme, selbst ein antiken mit der Hand reichte um den gesamten Lenkeinschlag
mit diesem Schwung ohne weitere Hilfe zu schaffen. Er war erstaunt, ich
lächelte.....kein Mangel, lach
Insgesamt haben wir nun 5 Punkte die wir ab arbeiten müssen um zur
Nachuntersuchung zu fahren. Einen Stempel wollte er uns nicht geben, da doch
große sicherheitsrelevante Mängel vorhanden seien. Also keinen Stempel, ich
hätte den Prüfer wohl zum Mond schicken können.
Nun denn, die Herrgötter vom TÜV haben ihre eigenen Ansichten, ich
denke er wollte das Fahrzeug beim ersten Mal nicht abnehmen. Wir standen dann noch hinterm Fahrzeug und waren am reden, da fiel
ihm auf, das Emma nur ein 1 Kreisbremssystem hat, das wäre doch mal verboten
worden sagte er, da ist mir die Hutschnur geplatzt und ich habe ihm gesagt, dass,
wenn er einen Umbau auf 2 Kreis haben wollte, ich die Emma sofort zu Jadestahl
fahren würde und verschrotten ließe. Schließlich gab es 1955 noch keine 2 Kreisbremssysteme und sie wäre
so gebaut worden, da es sich um Historisches Gut handele könnte man schlecht
etwas Moderneres einbauen, damit wäre der historische Gedanke zerstört.Er gab uns recht, .........
Nun denn, die Fahrgestellnummer habe ich immer noch nicht,
vielleicht kannst du mir weiterhelfen, denn ich den Büchern finde ich nichts
darüber, wo sind denn bei deinen Fahrzeugen die Fahrgestellnummern?Es wäre nett wenn du mir dieses Beschreiben könntest.